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Wespen: die wichtigsten Fakten im Überblick

Von Wespenprofis.ch · Geprüft: Fachbewilligung Schädlingsbekämpfung VFB-S · Aktualisiert: 3. Juli 2026

Auf einen Blick

Wespen sind Nützlinge: Sie jagen Insekten, bestäuben Blüten und halten Schädlinge in Schach. Ein Volk lebt nur eine Saison — im Herbst stirbt es, nur begattete Jungköniginnen überwintern. Sie stechen ausschliesslich zur Verteidigung. Hier finden Sie die wichtigsten Fakten zu Nutzen, Nestbau, Sozialstruktur und Lebenszyklus der Wespe.

Ein Insekt mit schlechtem Ruf

Kaum ein Insekt wird so missverstanden wie die Wespe. Dabei übernehmen die rund ein Dutzend in der Schweiz heimischen Arten wichtige Aufgaben im Ökosystem: Arbeiterinnen jagen den ganzen Sommer über Fliegen, Raupen und Blattläuse, um damit die Brut im Nest zu versorgen, und bestäuben dabei nebenbei zahlreiche Blüten. Erst im Spätsommer, wenn keine Brut mehr zu füttern ist, suchen die Tiere gezielt Zucker — reifes Obst, Süssgetränke oder Kuchen auf dem Kaffeetisch. Genau diese Phase prägt den Ruf der Wespe, obwohl sie nur einen kleinen Teil ihres Lebenszyklus ausmacht.

Ein Staat, der nur einen Sommer dauert

Ein Wespenvolk besteht aus einer Königin, zahllosen Arbeiterinnen und, ab Spätsommer, aus Jungköniginnen und Drohnen. Anders als bei Bienen überlebt dieser Staat den Winter nicht: Nur begattete Jungköniginnen überstehen die kalte Jahreszeit geschützt in Totholz oder Mauerspalten und gründen im Frühjahr ein komplett neues Nest aus zerkauter Holzfaser. Das alte Nest wird nie wieder besiedelt. Wer mehr über die Rollen im Volk erfahren möchte, findet Details im Ratgeber zum Wespenstaat.

Verteidigung statt Angriff

Wespen stechen nicht aus Aggression, sondern um sich oder ihr Nest zu verteidigen — und sie können das, anders als die Honigbiene, mehrfach tun. Auch der weitverbreitete Mythos, Hornissenstiche seien um ein Vielfaches gefährlicher, hält einer genauen Betrachtung nicht stand. Natürliche Feinde wie Vögel, Spinnen und andere Insekten sorgen zusätzlich dafür, dass die Bestände im natürlichen Gleichgewicht bleiben.

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Dieser Ratgeber bildet den Einstieg in unseren Themenbereich Biologie & Wissenswertes. Vertiefende Antworten liefern die Artikel zum Nutzen der Wespe, zum Nestbau, zur Frage, wie weit Wespen fliegen, und zum Mythos um gefährliche Hornissenstiche. Wer eine Art konkret bestimmen möchte, wird in unserer Arten-Übersicht fündig.

Häufige Fragen

Sind Wespen wirklich Nützlinge?

Ja. Arbeiterinnen jagen grosse Mengen an Insekten und Schädlingen, um damit die Brut zu füttern, und bestäuben nebenbei Blüten. Ohne Wespen gäbe es deutlich mehr Blattläuse, Raupen und Fliegen im Garten.

Wie lange lebt ein Wespenvolk?

Nur eine Saison. Die Königin gründet das Nest im Frühjahr allein, im Herbst stirbt das gesamte Volk. Einzig begattete Jungköniginnen überwintern und gründen im nächsten Jahr ein neues Nest.

Stechen Wespen ohne Grund?

Nein. Wespen stechen zur Verteidigung des Nests oder wenn sie sich selbst bedroht fühlen, nicht aus Angriffslust. Ruhiges Verhalten in ihrer Nähe senkt das Stichrisiko deutlich.

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